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  • tobi-enzl

Pace wins the race.

Aktualisiert: Aug 23

Dass man nicht immer gleich alles bekommt, muss ich erst noch lernen. Gerade bin ich mittendrin in dem Prozess. Der große Traum als Profimusiker die großen Bühnen der Welt zu bespielen, hab ich zwar nie verloren, aber ich sehe das Ganze schon etwas realistischer. Zumal ich bei meiner Tour durch Deutschland (April-Mai 2019) viele Profimusiker kennen lernen durften, bei denen der gelebte Traum auch nicht so rosig klang, wie man es sich vorstellt. Jeder Weg ist eben etwas länger, wenn man aus eigener Kraft etwas schaffen will. Auf der Tour konnte ich viele meiner Songs vor großem und kleinem Publikum testen und an dem einen oder anderem feilen. Schließlich entschloss ich mich, ein Jahr später, ins Tonstudio zu gehen und mein Debut Album aufzunehmen. Hier musste ich mich auch gleich zügeln, denn ich wollte am liebsten alle bestehenden Songs aus meiner Feder drauf packen. Mit nem Schritt zurück betrachtete ich das Ganze nochmal und ich plante eine EP mit vier Songs. Letztendlich wurde es dann doch ein Album, wovon rückblickend nicht jeder ein Kracher geworden ist. Dennoch bin ich auf jeden einzelnen stolz und primär nahm ich die Platte für mich auf.


Beim neuen Album konnte ich viel mehr Erfahrung mitbringen. Dass ich einen Song einfach schnell einspiele, abschicke, den Produzenten meine Fehler ausbügeln lasse und dann doch wieder nicht zufrieden bin, konnte ich zum Glück ablegen. Ich war fleissig, hab mir ein Midi Keyboard geholt, mir Tutorials angeschaut, viel Feedback und Tipps vom Produzenten Ron Rauscher (Schall und Rausch Musikproduktion, Fürth) bekommen und so über Monate dieses Album entwickeln. Der Titeltrack "IAZ WIRD'S ZEIT" wurde zum Beispiel komplett von mir alleine produziert. Das heißt, hier sind nur meine Gedanken & Ideen zu hören. Die Message des Songs passt nun so gut, was ich mir beim schreiben gar nicht gedacht hatte. Eine Art Hilferuf, dass es jetzt endlich Zeit wird, anzukommen, ein zu Hause zu finden und glücklich zu werden. Ich habe in vielen Lebenslagen lernen müssen, dass man sich Zeit lassen sollte, wenn's gut werden soll. Im Sport, in der Musik und in der Liebe bekommt man nichts geschenkt und es bedarf viel Arbeit. Ich blicke dabei hoch zu den Menschen, die mir wichtig sind und mich inspirieren. Das ist es, was mich antreibt und manchmal braucht man eben nen Produzenten, der einem sagt, dass man schlecht Gitarre spielt oder einen Menschen, der einem zeigt wie schnell man aus der Bahn fliegt, wenn man zu viel Gas gibt.


Pace wins the race.



Foto: Saskia Badura

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